Ich liebe deutsche Land!

Die letzten Tage habe ich genutzt, um auch am Rhein den Welsen auf den Zahn zu fühlen. Die Wassertemperaturen sind bereits auf über 14 Grad Celsius angestiegen und die Bartelträger sind jetzt in voller Fresslaune. Sie hauen sich alles in den Ranzen, was ihnen vor das riesige Maul schwimmt und saugen ihre Beute in den tiefen Schlund.

Der Wels zieht jetzt ufernah umher und erbeutet kleinere wirbellose Tiere, Aas und vom Winter geschwächte Fische. Dieses Fressverhalten macht ihn nicht umsonst zur Gesundheitspolizei des Gewässers. Wer einen großen Waller fangen möchte, muss diese Zeit im Frühjahr nutzen, denn die großen Alphatiere sind in dieser Fressorgie sehr unvorsichtig und lassen sich hierbei mit einfachen U-Posen und Sträuchermontagen fangen. Die Köderwahl spielt hierbei keine große Rolle. Es werden Tauwürmer, Calamari oder Fische angeboten- Diese werden zusätzlichen mit Lockstoff aufgepeppt.
Insgesamt konnte ich in zwei Angeltagen, vier Welse zum Tanz auffordern. Aber Vorsicht, diese alten und kampfstarken Exemplare sind nur mit speziellem Welsgeräten zu bändigen. Schließlich wäre es schade, wenn der Fisch des Lebens wegen minderwertigem Angelmaterial verloren ginge.
Black Cat, what else!

Peter Merkel

Deutsche Land